Schnitt auf Astring

Schnitt auf Astring

Handeln aus der fachlichen Sicht der Baumpflege

Die meisten Baumarten können Schnittmaßnahmen am ehesten in der Vegetationszeit (etwa April bis September) wegstecken. Die Wunden können dann besser abschotten und werden schneller überwallt. Es gibt aber auch Ausnahmen. “Blutende Baumarten” (Ahorn, Walnuss, Birke) zum Beispiel sollten in der Sommerzeit (Juni bis August) geschnitten werden, um einen übermäßigen Saftaustritt aus der Wunde zu vermeiden. Im Übrigen dürfen unter -5° Celsius keine Schnittmaßnahmen ausgeführt werden, da sonst das freiliegende Gewebe erfriert.

Die Hamburger Schnittmethode: Auf Astring zu schneiden bedeutet, den Ast hinter der vom Baum festgelegten Falte abzusägen oder aber abzuschneiden. Eine Wundbehandlung ist laut neuesten Erkenntnissen nicht notwendig. Beim Schnitt in der Vegetationszeit schotten sich kleine Wunden schneller ab, ohne dass Pilze die offene Wunde besiedeln können.

Um die Schnittflächen möglichst klein zu halten, ist es ratsam, frühzeitig Konkurrenztriebe an Jungbäumen zu entfernen. Ebenso sollten Seitenäste mit eingewachsener Rinde, sich kreuzende, reibende und abgebrochene Äste entfernt werden. Das Lichtraumprofil ist mit mehreren Schnittdurchgängen zu erreichen. Je früher, desto baumschonender.

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